News 21.05.2014

 

" Die Steine werden wir wegräumen "

Interview der Sport-Welt mit Dr. Paul Daverio – Präsident des Deutschen Rennverbandes für Arabische Vollblüter

 

Die beiden Araberrennen in Berlin-Hoppegarten, der Sheikh Zayed Cup und das HH Sheikha Fatima Bint Mubarak World Championship IFAHR Rennen wurden vom DRAV e.V. (Deutscher Rennverband für Arabische Vollblüter ausgeschrieben und bis zur Starterangabe abgewickelt. Die ausgezeichneten Kontakte des DRAV mit dem Sponsor, vertreten durch die Direktorin des HH Sheikh Mansoor Festivals, ermöglichten die Ausschreibung der mit 35.000 und 30.000 Euro dotierten Rennen. Dem DRAV lag eine Genehmigung seitens der Ministerien vor, die aufgrund der Beauftragung des DRAV durch den niederländischen Zuchtverband EASP für die Veranstaltung der Rennen in Deutschland zustande kam. Bedauerlicherweise waren in diesem Zusammenhang sehr kurzfristig vor der Starterangabe noch weitere Auflagen an den DRAV zu erfüllen, so dass es notwendig geworden ist, die Beauftragung durch einen deutschen Zuchtverband, den VZAP, der wiederum mit Fugaro zusammen arbeitet, vorzunehmen. Dieses Vorgehen ist in Abstimmung mit dem Direktorium erfolgt. Ansonsten hätten die Rennen zum Schaden des Rennvereins Hoppegarten und natürlich der Aktiven abgesagt werden müssen. Bis einschließlich der Starterangabe wurde die gesamte Abwicklung durch den DRAV vorgenommen, um diese beiden Rennen nicht zu gefährden. Es konnten zwei Rennen mit jeweils sieben und sechs Startern veranstaltet werden. Die Sport-Welt wollte wissen, wie es zu den Problemen kam und wie es mit Araberrennen in Deutschland und insbesondere mit den bereits genehmigten und gesponserten Rennen weitergehen soll und sprach mit Dr. PAUL DAVERIO, dem Präsidenten des Deutschen Rennverbandes für Arabische Vollblüter;

Sport-Welt:

Warum musste die Genehmigung der Araberrennen in Berlin-Hoppegarten am 11. Mai so kurzfristig an VZAP/Fugaro übertragen werden?


Dr. Daverio:

Die Beauftragung zur Durchführung von Leistungsprüfungen (Rennen) muss von einem Zuchtverband erteilt werden. Das war auch im vergangenen Jahr so, nachdem der deutsche Zuchtverband VZAP die Zusammenarbeit mit dem DRAV, die etwa 30 Jahre bestand, aufgekündigt hat und die eigene Gesellschaft Fugaro gründete. Daraufhin wurde der DRAV, der in Deutschland alleiniges Mitglied in der IFAHR und gleichzeitig auch deren Gründungs- Mitglied ist, von dem niederländischen Zuchtverband AVS für die Durchführung von Araberrennen in Deutschland in 2013 beauftragt, was im Rahmen der EU möglich ist. Diese Zusammenarbeit wurde 2014 nicht fortgesetzt. Der DRAV arbeitet nun mit dem EASP weiter, einem zweiten in Holland ansässigen Zuchtverband. Die Unterlagen und Beauftragungsschreibungen wurden den deutschen Ministerien vorgelegt und es lag eine Genehmigung für die Austragung dieser Rennen sowie eine Totalisatorgenehmigung vor. Diese Genehmigung wurde leider äußerst kurzfristig vor dem Rennen zurückgenommen und es gab Auflagenerhöhungen gegenüber 2013, die weitestgehend in der Kürze der Zeit erfüllt wurden, allerdings konnte nicht alles beigebracht werden, so dass dieser Schritt notwendig war und der Rennverein Hoppegarten um Zustimmung seitens des deutschen Zuchtverbandes bat. Es lag im Interesse des DRAV und seiner Auffassung des Araberrennsports, die Rennen in Hoppegarten nicht zu gefährden und Schaden von den Sponsoren, dem Rennverein und auch den Aktiven fernzuhalten.

Hatte es Konsequenzen auf die Austragung der beiden Rennen?

In der Durchführung hatte es nur geringe Konsequenzen, da die Organisation komplett in den Händen des DRAV lag. Ausschreibung, Kontakte zu Trainern und Besitzern und auch Sponsoren wurden allein durch den DRAV hergestellt. Das Preisgeld war ordnungsgemäß rechtzeitig für die spätere Auszahlung der Rennpreise auf dem Konto des DRAV beim Direktorium eingegangen. Der DRAV unterhält beim Direktorium eine Datenbank, so dass alle Rennformen dort entnommen werden konnten. Einen gewissen Einfluss hatte natürlich die Unsicherheit, ob die Rennen stattfinden oder nicht, so dass es noch einige unnötige Streichungen gab.

Seit wann besteht der DRAV und warum kam es überhaupt zu der Spaltung und der Gründung von Fugaro?

Der DRAV besteht seit fast 30 Jahren und seit dieser Zeit war der Arabische Zuchtverband in Deutschland, VZAP, Mitglied. Die Zusammenarbeit war gut und der Weg von den kleinsten Bahnen am Rande des Rennsports bis zu den größten Rennbahnen in Deutschland, Baden-Baden, Hamburg, Köln, Düsseldorf etc. oft beschwerlich. Dank des großen Einsatzes von DRAV-Mitgliedern wurden Schwierigkeiten gemeistert und Araberrennen sind inzwischen auf allen Rennbahnen akzeptiert und auch bewettet. Beim DRAV' war es in der Vergangenheit nicht immer harmonisch, aber wirtschaftliche Probleme, die drückten, konnten schließlich mit Unterstützung von Sponsoren und durch mein persönliches Engagement behoben werden. Wir können auf jeden Fall sagen, dass der Verband jetzt schuldenfrei dasteht und wir damit eine der größten Hürden genommen haben. Wir haben die Abspaltung des deutschen Zuchtverbandes bedauert und mussten als IFAHR-Mitglied nach einer neuen Lösung suchen, da der DRAV die Beauftragung zur Durchführung der Leistungsprüfungen durch einen Zuchtverband benötigt. Die Expertise, also die Kompetenz, die ein Rennverein benötigt, hat nur der DRAV. Die liegt weder bei den Zuchtverbänden, noch bei der haftungsbeschränkten Fugaro. Und die Sponsorengelder sind bisher wegen dieser Kompetenz und Expertise an den DRAV gebunden. Dieses Vertrauens der Rennsponsoren sind wir uns auch bewusst.

Das Wichtigste ist doch, dass es Rennen in Deutschland gibt und dass die Rennvereine einen verlässlichen Partner sowie voll gesponserte Rennen haben. Unseres Wissens haben Sie in diesem Jahr ein interessantes Programm mit hochdotierten Rennen, sind diese Rennen gefährdet?

Wir hatten bereits ein umfangreiches Programm veröffentlicht, es sollte diese beiden Rennen in Berlin-Hoppegarten geben, außerdem noch viele Rennen mit einer Dotierung von 5.000 – 10.000 und 15.000 Euro, ein Nachwuchsrennen über 15.000 Euro im Rahmen der HH Sheikha Fatima Apprentice Jockey World Championship in Baden-Baden sowie das Rennen der Gruppe II, Sheikh Zayed Cup, in Baden-Baden. Die Hauptsponsoren sind Qatar und Abu Dhabi, die bereits dem DRAV alle Rennpreise fest zugesagt haben. Auch andere Sponsoren haben sich bereits angemeldet, von denen einige zu den Araberrennen auch ein Sponsoring von Rennen mit Englischen Vollblütern avisiert haben. Leider musste aufgrund der jüngsten Entwicklung das mit 15.000 Euro dotierte Rennen am 25.Mai in Düsseldorf kurzfristig abgesagt werden, aber wir gehen davon aus, dass wir das Rennen zu einem späteren Termin nachholen können. Natürlich werden wir seitens des DRAV alles versuchen, um diese Rennen für den deutschen Galopprennsport und die Rennvereine auf die Bahnen zu bringen. Das Direktorium hat erklärt, dass es auch weiterhin eine Zusammenarbeit mit dem DRAV gibt. Wir arbeiten weiter daran, den Rennvereinen die fundierte Expertise des DRAV und die mit dem DRAV vertrauten Sponsoren zur Verfügung zu stellen. Die Steine, die auf dem Weg liegen, werden wir wegräumen. Das DRAV-Ziel ist nach wie vor, den Araberrennsport in Deutschland kompetent und erfolgreich weiter zu entwickeln.

 

Quelle: Sport-Welt Nr.051 16.05.2014

News 13.05.2014

Wichtige Information:

 

Aufgrund der Bekanntmachung des Direktoriums, bezüglich der neuesten Entwicklung in der Durchführung von Araberrennen in Deutschland, kann leider das Qatar Near Rennen am 25. Mai 2014 in Düsseldorf mit einem Rennpreis von € 15.000 nicht durchgeführt werden.

Das Rennen ist zu streichen.

Based on the announcement of the German Racing Authority concerning the latest development of the execution of Arabian Race Events in Germany, the QATAR NEAR Race with a prize money of 15.000,00 € cannot take place on 25th May 2014 in Düsseldorf.

The race is cancelled.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Kathi Schmidthüsen-DRAV Geschäftsstelle-

News 04.02.2014

Wir möchten nochmals darauf hinweisen,

das, wie in den vergangenen Jahren, ein komplettes Trainingsverzeichnis aller in Deutschland befindlichen Pferde erscheinen soll. Die Trainer werden gebeten ihre Trainingslisten aktuell zu halten und die aktuellen Daten bis zum 15.2.2014 in schriftlicher Form, wie bisher, beim DRAV e.V. - Renntechnik einzureichen. Formular Trainingsliste zum Download
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
fax: +49 (0) 2801 985127

Trainingslistenverzeichnis 2014

Spätestens bis Ende Februar soll wie in den vergangenen Jahren ein komplettes Trainingsverzeichnis alle in Deutschland befindlichen Pferde erscheinen. Die Trainer werden daher dringend gebeten, ihre Trainingsliste auf dem aktuellen Stand zu halten. Die Trainingslisten müssen umgehend, wie bisher, in schriftlicher Form dem DRAV – Renntechnik eingereicht werden. Insbesondere eingegangene oder exportierte Pferde sind von der Trainingsliste zu nehmen. Bis spätestens 15. Februar 2014 müssen alle Trainer ihre Trainingslisten überarbeitet haben. Verlängerung von Rennfarben –Eintragungen. Rennfarben, deren Eintragungsdauer ausgelaufen ist, können ohne Rücksprache mit dem bisherigen Inhaber auf einen anderen Besitzer übertragen werden. Das bedeutet für die Besitzer, deren Rennfarben-Eintragung abgelaufen ist und die kein Pferd in Training haben, dass sie die Verlängerung der Registrierung mündlich oder schriftlich beantragen müssen, falls sie ihre Rennfarben weiterhin schützen wollen. Der DRAV überprüft die Gültigkeit der Rennfarben-Eintragung für Pferde, die im Training gemeldet sind oder für die eine Nennung abgegeben wurde. Sollte die Eintragung nicht mehr gültig sein, dann wird sie ohne Aufforderung von Seiten des Besitzers und bei entsprechendem Konto-Guthaben des Besitzers um drei Jahre verlängert.