News 19.11.2015

„One World – Six Continents“

Arabian Horse Flat Racing Festival in Abu Dhabi 

13.11.15 Abu Dhabi    AD08111500103

 
von Thorsten Danz

 

Abu Dhabi

Alle Augen der Turffreunde von arabischen Vollblütern waren in der letzten Woche auf Abu Dhabi gerichtet, wo vom 3. bis 9. November das „HH Sheikh Mansoor bin Zayed Al Nahyan Global Arabian Horse Flat Racing Festival" stattgefunden hat. Unter dem Slogan „One World – Six Continents" waren über sechshundert Gäste aus einundachtzig Ländern zu diesem Festival eingeladen worden, das am Sonntag mit dem Gruppe I-Rennen „Sheikh Zayed Bin Sultan Al Nahyan Jewel Crown", dem mit 1,2 Millionen Euro Preisgeld am höchsten dotierten Rennen für arabischeVollblüter auf der ganzen Welt, seinen Höhepunkt erlebte. In diesem Rennen kamen sechzehn der weltweit besten Araber über die Distanz von 1.600 Metern an den Start. Ein sehr starkes Engagement der Verantwortlichen war dem Sheikh Mansoor Festival mit seiner Direktorin Lara Sawaya vorangegangen. Unter dem Patronat von HH Sheika Fatima bint Mubarak wird jedes Jahr weltweit eine Rennserie ausgetragen, die für weibliche Jockeys bzw. Auszubildende vorgesehen ist. Aus Deutschland waren Michelle Blumenauer, Rebecca Danz, Laura Giesgen, Eva Maria Herresthal, Tamara Hofer und Berit Weber - begleitet von Kai Schirmann von der German Jockey School und Sabine Effgen für den Amateurverband - zu dem Festival in Abu Dhabi eingeladen worden. Von unseren Reiterinnen hatte sich leider keine für den Endlauf am Sonntag qualifizieren können. Deutschland hatte in dieser Saison ein wenig das Glück bei den zugelosten Pferden gefehlt, zudem konnte in diesem Zeitraum leider kein Sieg eingefahren werden. Der deutsche Araberverband DRAV e.V. wurde als Gründungsmitglied der IFAHR von Gräfin Blanca von Hardenberg, Kathi Schmidthüsen sowie dem Hoppegartener Trainer Gunther Richter repräsentiert. Unter der Woche wurde ein erstklassiges Rahmenprogramm mit mehreren Konferenzen geboten, die alle Themen des Rennsports betrafen. Die Konferenzen mit internationalen Fachreferenten wurden als Podiumsdiskussionen von den Moderatoren Derek Thomson, Liz Price und Gary Capwell professionell präsentiert und live im TV übertragen. Kai Schirmann war als Referent zum Thema „Jockeys – High Performance Athletes – At the Top" im Einsatz. An allen Abenden wurde von Lara Sawaya – Director des Festivals - zum Diner eingeladen. Ob im Ritz Carlton, im Eastern Mangroves Anantara oder auf der Emirates Palace Terrace, es wurde überall sprichwörtlich ein Feuerwerk an atemberaubenden Shows abgebrannt. Am Gala Diner Award wurden viele der Gäste und alle Reiter und Reiterinnen mit der „Abu Dhabi One World – Six Continents-Trophy" ausgezeichnet. Die sportlichen Events wurden am vergangenen Sonntag auf der Rennbahn in Abu Dhabi ausgetragen. Im Endlauf der „HH Sheika Fatima Bint Mubarak Apprentice Jockey World Championship" siegte der von Trainer Ahmed Al Mehairabi vorbereitete Ak Adour unter dem Auszubildenden Ben Thomson für Australien. Die Trophäe der „Ladys World Championchip" ging in diesem Jahr in die Schweiz. Astrid Wunschlegger war auf dem nicht zum Favoritenkreis zählenden Najm Alemarat (Trainer Eric Lemartinel) nach einem gut eingeteilten Ritt im Ziel verdient voraus. Der absolute Höhepunkt folgte mit der „Jewel Crown", 200.000 Euro höher dotiert als der Arabian World Cup am Arc-Tag in Longchamp. Mit dieser enormen Dotierung möchte Abu Dhabi seine zentrale Position im Herzen des Rennsportes für arabische Vollblüter manifestieren. Ein Feld von sechzehn international hoch eingestuften Pferden ging in dem Rennen auf die Reise, drei aus den United States of America, drei aus Europa, drei aus den GCC Nationen und der Rest aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Moderator Derek Thompson hatte vorher die beiden USA-Pferde So Big Is Better und Paddy's Day auf der Rechnung, die auch in der internationalen Fachpresse viel Zuspruch fanden. Es war jedoch keines dieser Pferde, das bei der Entscheidung um den Sieg mitreden konnte. Vielmehr war es der von Trainer Alban de Mieulle für Umm Qarn (Sheikh Abdulla Al Thani) aufgebotene Kalino, der nach einem Glanzritt von Olivier Peslier die „Jewel Crown" nach Katar entführte. Aus dritter Position verschaffte sich Olivier Peslier schon früh eine hervorragende Ausgangsbasis. In der Zielgeraden bekamen die Zuschauer einen tollen Kampf zweier Pferde geboten. Lediglich Sahabba (Damien De Watrigant) unter Jean-Baptiste Hamel konnte dem Tempo von Kalino in der Zielgeraden noch folgen, während der Rest des Feldes chancenlos war. Zwischen beiden entbrannte auf den letzten dreihundertfünfzig Metern ein Zweikampf bis zur Linie. Kalino konterte alle Angriffe von Sahabba, gewann mit einem kurzen Kopf und ließ Katar jubeln. Trainer Alban de Mieulle: „Seit heute wissen wir, dass Kalino ein sehr gutes Pferd ist. Wir haben bei ihm die Taktik ein wenig umgestellt und ihn mit Seitenblender laufen lassen, damit er sich besser konzentriert. Zu Olivier habe ich gesagt, geh und warte nicht. Es war ein exzellenter Ritt." Olivier Peslier sagte beschwingt nach dem Sieg: „Es ist ein großer Sieg. Ich bin glücklich hier zu reiten. Wir haben die besten Pferde, Jockeys, Auszubildende und weiblichen Jockeys gesehen, daher fühlt sich der Sieg großartig an." Der Abschluss fand unter dem Motto „Wild Victory Party" im Anantara Easter Mangroves statt. Lara Sawaya bedankte sich bei allen Gästen, die der Einladung gefolgt waren, und ehrte alle Sieger. Abu Dhabi hat mit diesem Festival seinem Slogan alle Ehre gemacht: „One World – Six Continents." Abu Dhabi - The Capital of Arabian

 

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One World - Six Continents